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Was nach der Analyse passiert ist

Aussagen von Auftraggebern zu konkreten Projekten — Verpackung, Filiale, Workshop. Nicht alle Abläufe verliefen reibungslos; auch das gehört dazu.

Die Verpackungsanalyse hat uns gezeigt, dass unser Soft-Touch-Lack auf dem Karton unter Ladenlicht stumpf wirkt. Wir haben die Lackcharge gewechselt, bevor die Herbstlinie gedruckt wurde — das hätte uns ein Launch-Nachbessern erspart.

— Mira S., Verpackungsentwicklung, Haushaltswaren NRW

Bei der Raumbegehung war ich skeptisch, weil wir die Filiale erst vor zwei Jahren umgebaut hatten. Die Dokumentation der Engstelle am Eingang und des Geräuschpegels an der Probierstation war dennoch hilfreich. Die Umsetzung dauert länger als geplant, aber die Prioritäten sind klar.

— Thomas K., Filialleitung Concept Store Köln

Der Sensorik-Workshop hat unserem Produkt- und Retail-Team endlich eine gemeinsame Sprache gegeben. Vorher haben wir über „Premium-Gefühl“ gestritten, ohne dass jemand dasselbe meinte. Das Raster liegt jetzt bei jeder Musterfreigabe auf dem Tisch.

— Lena W., Markenleitung Naturkosmetik

Im Markenerlebnis-Audit fiel auf, dass unsere Versandverpackung und der Flagship-Store zwei völlig unterschiedliche Materialwelten sprechen. Der Bericht war nüchtern — und genau deshalb im Vorstand durchsetzbar.

— Andreas H., Brand Lead, Speiseölmanufaktur

Projektnotiz: Deckelgriff Feinporzellan

Ein Düsseldorfer Hersteller meldete steigende Retouren mit dem Vermerk „Verpackung wirkt beschädigt“. Die sensorische Prüfung zeigte keinen Druckfehler, sondern einen zu schmalen Deckelgriff: beim Herausheben knickte die Kartonkante und hinterließ eine optische Furche.

Nach Neudimensionierung des Griffs und einer stärkeren Innenverstärkung gingen die entsprechenden Retourenmeldungen zurück. Die Analyse selbst dauerte drei Tage; die Produktionsanpassung lag beim Hersteller.

Projektnotiz: Lichtzonen Concept Store

In Köln wirkte dieselbe Ware im Schaufenster warm und im hinteren Regal kühl-grau. Die Begehung zu zwei Tageszeiten dokumentierte drei unverbundene Farbtemperaturen. Mit abgestimmter Beleuchtung und einer ruhigeren Materialübergabe am Gang wirkte die Fläche wieder als eine Marke — ohne Umbau der Regale.